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Wirtschaft & Entwicklung

Neues Förderangebot in Hessen für die Grundversorgung im ländlichen Raum

Landrat Manfred Görig (2.v.l.) und der Erste Kreisbeigeordnete des Vogelsbergkreises, Dr. Mischak (l.), würdigten das Engagement der Familie Fuchs (Mitte) gemeinsam mit der Ministerin, rechts (c) Vogelsbergkreis

Landrat Manfred Görig (2.v.l.) und der Erste Kreisbeigeordnete des Vogelsbergkreises, Dr. Mischak (l.), würdigten das Engagement der Familie Fuchs (Mitte) gemeinsam mit der Ministerin, rechts (c) Vogelsbergkreis

Übergabe des ersten Zuwendungsbescheides in Groß-Eichen

„Kleinstunternehmen des Handels und Handwerks sind für die Grundversorgung im ländlichen Raum unverzichtbar. Sie stellen sicher, dass Arbeitsplätze entstehen und die Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen versorgt werden“, sagte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz anlässlich der Übergabe des ersten Zuwendungsbescheides an Ernst-Ulrich Fuchs in Mücke-Groß-Eichen aus der „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK)“. Aus einem kleinen, erfolgreichen Dorfladen mit Metzgerei wird nun ein attraktiver Einkaufsmarkt, der zum Versorgungs- und Kommunikationspunkt von Groß-Eichen und die umliegenden Dörfer werden kann. Dass die nächste Generation schon in das Unternehmen eingebunden ist, lässt auf eine erfolgreiche Fortsetzung der Familientradition hoffen.

„Mehr als die Hälfte der Hessinnen und Hessen leben im ländlichen Raum. Darum haben wir als Politik auch eine besondere Verantwortung diesen Lebensraum nachhaltig für Zukunft zu sichern. Mit unserem neuen Förderangebot können wir gezielt Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützen, die helfen durch ihr wirtschaftliches Engagement die Grundversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen“, so die Ministerin weiter.

Das Landwirtschaftsministerium hat durch die Bereitstellung notwendiger Landesmittel und Verwaltungsvorschriften die Voraussetzungen geschaffen, dass bereits 2017 die zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von einer Million Euro ausgeschüttet werden konnten. Die Rahmenbedingungen sehen vor, dass Kleinstunternehmen (bis zu zehn Arbeitskräfte) aus Handwerk, Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomie, Betreuung, Mobilität, Gesundheit und Kultur von dieser Förderung partizipieren können.

Die Zuwendungen sind gestaffelt und können bei Unternehmen mit Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen bis zu 200.000 Euro betragen. Im guten Zusammenwirken mit den Bewilligungsstellen der „Ländlichen Entwicklung“ bei den Landkreisen, den jeweils zuständigen Kommunen sowie durch ein gezieltes Beratungsangebot der Kammern und LEADER-Aktionsgruppe ist es gelungen, 18 Verfahren zum Abschluss zu bringen und die bereitgestellten Mittel nahezu vollständig zu binden. Neben dem Lebensmitteleinzelhandel profitieren vorrangig Handwerk, Gastronomie und Gesundheit in Nordhessen von der Kampagne 2017.

Ab 2018 wird das Förderangebot integrierter Bestandteil der Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung. Interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer könnten sich ab sofort bei der für die ländliche Entwicklung zuständigen Stelle der Landkreise informieren. Im Laufe des ersten Quartals 2018 erwarte man die Fertigstellung der Richtlinien, die sodann auch unter www.umwelt.hessen.de aufgerufen werden könnten.

Quelle Text: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 1. November 2017

2017 Vogelsberg