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Vulkan & Tourismus

Vivat Vogelsberg - Wingershausen: 1000 Jahre Geschichte

Ein Vogelsberger Weinberg, die Wingershäuser Schweiz, der Schöne Stein und das Geheimnis des Pfarrers Briegleb

Der Weinberg in Wingershausen (c) Brigitta Möllermann

Der Weinberg in Wingershausen (c) Brigitta Möllermann

In Wingershausen, einem Ortsteil Schottens, wurde im Jahr 2011 an einem sonnigen Hang von einer Bürgergemeinschaft ein Weinberg angelegt. Im Hinblick auf die kommende Erderwärmung infolge des aktuellen Klimawandels knüpft man dort nun erfolgreich an die mittelalterliche Geschichte des Weinbaus in der Region an.

2016 wird das Bestehen des 400-Einwohner-Dorfes groß gefeiert. Ein guter Grund, den Ort einmal aufzusuchen. Der Blick vom Weinberg (mehr dazu <-KLICK) hinüber in das Tal ist wunderschön.

Vom Schönen Stein aus ist es nicht weit nach Eschenrod oder auch zu den Mammutbäumen = siehe KARTE (c) Brigitta Möllermann

Vom Schönen Stein aus ist es nicht weit nach Eschenrod oder auch zu den Mammutbäumen = siehe KARTE (c) Brigitta Möllermann

Was man nicht direkt sieht, ist das Gebiet der Wingershäuser Schweiz. Das Naturschutzgebiet oberhalb des Eichelbaches ist eine typische Vogelsberger Kulturlandschaft mit Weideflächen auf ertragsarmen Wiesen und zeichnet sich durch eine besondere Artenvielfalt aus.

Mehr zu (fast) allem: HIER <-KLICK

Der Blick zum Hoherodskopf vom Schönen Stein aus (c) Brigitta Möllermann

Der Blick zum Hoherodskopf vom Schönen Stein aus (c) Brigitta Möllermann

Unternimmt man einen Spaziergang hinauf zum Hügel "Schöner Stein", der rund 350 m hoch etwa einen Kilometer außerhalb des Ortes liegt, sieht man erstaunlich weit bis zum Hoherodskopf, dem Gackerstein und dem Bilstein. Weiter rechts im Osten liegen die Herchenhainer Höhe, der Ernstberg und der Rehberg.

Auf diesem Aussichtspunkt findet man eine etwas verblichene Gedenktafel an einer Bank zu einer geheimnisvollen Geschichte, der wir nicht endgültig auf den Grund gehen konnten.

Gedenktafel - nicht mehr richtig zu entziffern (c) Brigitta Möllermann

Gedenktafel - nicht mehr richtig zu entziffern (c) Brigitta Möllermann

Genau an dieser Stelle soll um 1881 der Pfarrer Elard Briegleb das Vogelsberglied geschrieben haben: "Dir meinem Vogelsberg...". Elard wurde 1822 in Hopfmannsfeld geboren und gilt als Dialektdichter und Sänger des Vogelsbergs. 1896 verfasste er ein Gedichtheft "Vivat der Vogelsberg!", das 76 Seiten umfasst und für 28 Euro als Sammlerstück noch zu kaufen war.
Mehr dazu: HIER<-KLICK.

Dieses Druckwerk enthält jedoch nicht dasselbe patriotische Lied bzw. Gedicht, das Köddingen auf seiner Internetseite von einem Pfarrer Ferdinand Christian Briegleb vorstellt. Jenes wird lediglich erwähnt und mit seiner Melodie könnte Elards Gedicht "Dir gilt mein Lied" gesungen werden. Köddingen gibt zusätzlich an, Ferdinand Christian wäre der Mitbegründer des VHC gewesen: HIER <-KLICK.

Doch, man staune, auch Herbstein reklamiert den Dichter des Vogelsbergliedes für sich. Im Jahr 1818 soll er in Stockhausen als Ferdinand Briegleb geboren worden sein: HIER <-KLICK.

Wie dem auch sei, irgendwann werden wir Klarheit bekommen... denken und hoffen wir :-)

Unsere Vogelsberg-KARTE zum Hinfinden: HIER <-KLICK


Ein Lied beim fröhlichen Umtrunk zum Abschluss der VHC-Wanderung zum Schönen Stein (c) Brigitta Möllermann

Ein Lied beim fröhlichen Umtrunk zum Abschluss der VHC-Wanderung zum Schönen Stein (c) Brigitta Möllermann

Auch gut zu wissen

Der Vogelsberger Höhen-Club e. V. (VHC) ist ein Traditionswanderverein, der sich um die Erschließung und Pflege von Wanderwegen im Vogelsberg, Mittelhessen sowie der Wetterau kümmert. Neben der Wegebetreuung veranstaltet der VHC regelmäßig öffentliche Wanderungen, bietet Freizeiten an, arbeitet mit den Fremdenversorganisationen zusammen, ist in der heimatlichen Brauchtumspflege aktiv und betätigt sich als anerkannter Naturschutzverein im Natur- und Landschaftsschutz: www.vhc-gesamtverein.de

Geschichte

Der VHC wurde 1881 in Schotten als Heimatverein gegründet, um den Fremdenverkehr zu fördern, der Vogelsberger Bevölkerung Einkommensquellen erschließen sollte. Erklärtes Ziel war es, „den Besuch des Gebirgs annehmlicher zu machen durch Aufstellung von Wegweisern, Verbesserung der Gebirgswege, Herstellung von Aussichtspunkten und Ruheplätzen, Instruierung von Touristenführern und Einwirkung auf Verbesserung der Gasthäuser“. Zudem sollte die „Kenntnis des Gebirgs in naturwissenschaftlicher, historischer und topographischer Beziehung“ gefördert werden.

Der Verein gliederte sich in schnell wachsende Zweigvereine. Zu seinem 125-jährigen Jubiläum im Jahr 2006 bestand der VHC aus 30 Zweigvereinen mit mehr als 3500 Mitgliedern in der Region zwischen Gießen, Fulda und Frankfurt.

1887 wurde das Clubhaus „Berggasthof Hoherodskopf“ Naturpark Hoher Vogelsberg auf dem Hoherodskopf errichtet. Daneben bietet dort oben das „Vater-Bender-Heim“ als Wanderheim Unterkünfte für Wanderer. 1910 wurde der 27 m hohe Bismarckturm als Aussichtsturm aus grauem Hartbasalt auf dem 773 m hohen Taufstein, der höchsten Erhebung des Vogelsberges, eingeweiht. Weiterhin unterhalten die Zweigvereine eigene Wanderheime und Aussichtstürme.

Quelle Text über den VHC: Wikipedia

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2017 Vogelsberg