background
logotype
image1 image2 image3 image4 image5 image6 image7 image8 image9 image10 image11 image12

Vulkan & Tourismus

Vogelsberger Outback: Natur, die ehrfürchtig macht

Naturpark: Forellenteiche im Oberwald (c) Brigitta Möllermann

Naturpark: Forellenteiche im Oberwald (c) Brigitta Möllermann

Wenn Bäume sprechen könnten, hätte der Oberwald im Vogelsberg viel von vergangenen Zeiten zu berichten. Einem aufmerksamen Beobachter wird dort oben auf den einsamen Kuppen einiges ungewöhnlich vorkommen. Früher bot diese Gegend reichlich Holz und Torf sowie abwärts fließendes Wasser. Das konnte man gut brauchen. Aber niemand wollte je dort wohnen, wo der Wind aus allen Richtungen heranpfeift, plötzlich aufkommender Nebel die Sicht versperren kann und die Böden der Kuppen besonders steinig sind.

Noch immer ist die Abgeschiedenheit der unbesiedelten Höhen im Vogelsberg spürbar. Ein Gefühl der Erhabenheit erfasst einen zwischen den Bäumen, gepaart mit leichtem Schauder, verloren zu gehen. Es ist bezeichnend, wie oft der Fuß des Vogelsberges erwähnt wird. Vom seinem Kopf spricht selten jemand. Der versteckt sich an manchen Tagen in den Wolken, wenn tief über Oberwald eine Wolkenmütze hängt.

Inversionswetterlage: Breungeshainer Hang am Hoherodskopf (c) Brigitta Möllermann

Inversionswetterlage: Breungeshainer Hang am Hoherodskopf (c) Brigitta Möllermann

Jedoch, wenn umgekehrt Hochnebel die Gegend unterhalb von 500 Höhenmetern verschleiert, hat man an einigen Stellen einen Blick wie aus dem Flugzeug: Über endlose, von der Sonne beschienene Wolkenfelder sieht man nur Rotoren von Windmühlen herausragen. Als es diese noch nicht gab, mag so mancher befürchtet haben, vom Rest der Welt abgeschnitten zu sein. Die Erde war den Blicken entzogen.

Eventuell ließ die Magie der einsamen Höhen geschehen, was in tiefer gelegenen Dörfern nicht möglich war. Bonifatius soll im Vogelsberg von einer Naturkanzel gepredigt und Heiden getauft haben. Wilde Frauen trieben überall ihr Unwesen, und sogar den Teufel will man beim Karten spielen im Wald getroffen haben. Einiges davon werden die alten Leute im Vogelsberg berichten. Vielleicht können sie uns auch verraten, warum oben in der Breungeshainer Heide die Bäche in zwei verschiedene Himmelsrichtungen davonplätschern.

Quelle: Brigitta Möllermann, www.VulTOUR.de

Zu den Forellenteichen hinfinden: HIER <-KLICK


Hinweis: VOGELSBERG.de und alle enthaltenen Texte, Grafiken und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle ist eine Verwertung ohne Einwilligung der Urheber verboten. Die Inhalte dienen Ihrer persönlichen Information. Kopieren und die Weiterverwendung sind ohne Erlaubnis nicht gestattet. © 2013 - Gegen einen Link zu unserer Seite ist jedoch nichts einzuwenden :-)

2262+1086

2017 Vogelsberg