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Vulkan & Tourismus

Outdoor: Rad- und Wander-Saison

Blick vom Hoherodkskopf Richtung Westen (c) Brigitta Möllermann

Blick vom Hoherodkskopf Richtung Westen (c) Brigitta Möllermann

Herrliche Ausflüge und Touren durch den Vogelsberg

Das Mittelgebirge Vogelsberg ist ideal zum Wandern und Touren. Es steigt von allen Seiten bis zu seinen bewaldeten Höhen im Oberwald von ca. 600 bis über 700 Höhenmeter sanft an. An einigen Stellen schlägt das Relief jedoch erstaunlich tiefe Falten aus Basalt. Dort werden alte Steinbrüche wie "Wunden in der Landschaft" mit Erde aufgefüllt und rekultiviert, wenn sie nicht aufgelassen und als Geotop oder Biotop erhalten werden können.

Steinbruch bei Gedern: Hier wurde bis vor kurzem noch Basalt abgebaut (c) Brigitta Möllemann

Steinbruch bei Gedern: Hier wurde bis vor kurzem noch Basalt abgebaut (c) Brigitta Möllemann

Solche bemerkenswerten, aber brüchigen Felslandschaften zu betreten, ist in der Regel ohne Erlaubnis der Besitzer verboten - trotzdem in den meisten Sprengungen, Lärm und Staubbelästigungen der Vergangenheit angehören. Im Rahmen spannender Führungen können sie jedoch von Zeit zu Zeit besichtigt werden. Zu verschiedenen Exkursionen in die "feurige Vergangenheit" des Vulkans laden die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft, Fachsektion Vulkan Vogelsberg und ihre Führer ein: www.dvg-vb.de

Nicht nur Besucher sondern auch Bewohner des Vogelsbergs nutzen gerne die Möglichkeiten für Bewegung und Sport in der Natur - in der Regel zu jeder Jahreszeit. Der Traditionswanderverein Vogelsberger Höhen-Club (VHC), der den Vogelsberg bereits zu Wandervogel-Zeiten für seine Freizeitaktivitäten entdeckte, gibt in jedem Jahr erneut einen umfangreichen Wanderkalender heraus. Gemeinsam mit der Verwaltung des Naturparks Hoher Vogelsberg und den Touristikern sind inzwischen knapp 60 Wege ausgeschildert worden. Gäste werden bei den geführten Touren mit ehrenamtlichen Natur- und Landschaftsführern immer willkommen geheißen. Tipps und Empfehlungen bekommt man kostenlos im Internet: www.vogelsberger-hoehen-club.de

Ein hoher Himmel wölbt sich über dem Grün des Vogelsbergs (c) HESSENMAGAZIN.de
Ein hoher Himmel wölbt sich über dem Grün des Vogelsbergs (c) Brigitta Möllermann

Eine besonderes Naturerlebnis ist eine mehrtägige Wanderung auf dem 125 km langen Vulkanring Vogelsberg, entweder auf eigene Faust mit einem festen Quartier oder bei einer Wochenend- bzw. Siebentage-Rundtour mit Gepäcktransport. Dazu existieren unterschiedliche Pauschalangebote mit Hotels oder urigen Gasthöfen: www.vulkanring-vogelsberg.de.

Dass so viel Natur keineswegs langweilig ist, belegt der Naturpark Hoher Vogelsberg mit seinen vielfältigen Angeboten und dem Informationszentrum auf dem Vogelsberger Hausberg, dem Hoherodskopf: www.naturpark-hoher-vogelsberg.de

Unterwegs auf zwei Rädern

Neben dem Laufen ist Radfahren eine ausgesprochen umweltfreundliche Art der Fortbewegung, die der Gesundheit dient und darüber hinaus auch Spaß macht. Mit Freunden oder mit der Familie ist man in der frischen Luft unterwegs, erlebt die Landschaft im Vorübergleiten und kann unterwegs pausieren, wo es beliebt. Freizeit- und Genussradler schwören auf das Bahntrassenradeln im Vogelsberg. Man verfährt sich nicht und braucht nicht auf der Straße unterwegs sein.

Zum Start in die Saison wird in jedem Jahr am 1. Mai das Vulkanfest auf dem 764 m hohen Hausberg der Vogelsberger begangen. Das Programm vor dem Informationszentrum auf dem Hoherodskopf bietet jeweils von 10 bis 17 Uhr neben Kulinarischem und Unterhaltung auch geballte touristische Informationen plus eine ansehnliche Auswahl regionaler Produkte und Souvenirs. Dazu laden wie immer auch der spektakuläre Kletterwald, der Adventure-Minigolfplatz und die 750 Meter lange Sommerrodelbahn zum aktiven Ausprobieren ein. Sofern das es Wetter zulässt, feiert schon man am Vorabend mit einem Hexenfeuer am Rodelhang beim Kiosk "Zur schönen Aussicht" in die Walpurgisnacht hinein.

Von Mai bis Oktober werden am Wochenende durch den "Vulkan-Express" Freizeitbusse mit Radanhänger angeboten, die den Aktionsradius für Vogelsberg-Besucher erheblich erweitern. Die einzelnen Buslinien treffen sternförmig auf dem Hoherodskopf zusammen. Einzelheiten darüber findet man auf der Internetseite der Verkehrsgesellschaft Oberhessen: www.vgo.de

Radler unterwegs im Vogelsberg (c) HESSENMAGAZIN.de
Radler unterwegs im Vogelsberg (c) Brigitta Möllermann

Die bekannteste Radtrasse ist der Vulkanradweg mit 94 km feinem Asphaltbelag von Altenstadt bis hinter Schlitz.
Mehr dazu: HIER <-KLICK.

Der 35 km lange Südbahnradweg aus Wächtersbach mündet auf dem höchsten Punkt bei Hartmannshain in den Vulkanradweg: www.vogelsberger-suedbahnradweg.de.

Von dieser Stelle aus bietet dann der Hoherodskopfsteig eine rund 9 km lange Verbindung hinüber zum Hoherodskopf. Insgesamt ist sein Weg bis Schotten 26 Kilometer lang. Dort ist es hernach möglich, auf dem Niddaradweg über Bad Vilbel zur Mündung der Nidda bei Frankfurt-Höchst in den Main oder hinauf zur Niddaquelle zu gelangen. Prospekte und weitere Informationen sind bei der Region Vogelsberg Touristik zu erhalten: HIER <-KLICK.

Hausberg der Vogelberger: Der Hoherodskopf nach dem Winter (c) HESSENMAGAZIN.de
Hausberg der Vogelsberger: Der Hoherodskopf nach dem Winter (c) Brigitta Möllermann

Rennrad Tagestouren von 45 bis 200 Kilometer

Es ist kein Zufall, dass Schotten GPS-Touren im Vogelsberg anbietet. Viele Einheimische aus dem Städtchen fahren selbst gerne Rad - abends eine kleine Runde zur Entspannung; manche kommen an schönen Tagen auch schon mal mit dem Zweirad zu ihren Terminen. GPS-Geräte für Touren können sich alle Gäste im Vogelsberg tageweise ausleihen, eine Tourenbeschreibung gibt es obendrein. Entsprechende Voranmeldungen werden entgegengenommen über die Kontaktadressen auf der Internetseite www.tourist-schotten.de bzw. www.vogelsbergarena.de.

Naturstrecken für ambitionierte Mountainbiker durch Wald und Flur

Seit Sommer 2011 gibt es im Naturpark Hoher Vogelsberg ein Angebot, das sich an sportliche Mountainbiker richtet, die abseits befestigter Wege unterwegs sein möchten und dabei gerne Bodenunebenheiten, wie Steine oder Wurzeln als natürliche Hindernisse in Kauf nehmen. Durch die Ausweisung mehrerer Single-Trails ist das Fahren in Wald und Flur bewusst in kontrollierte Bahnen gelenkt worden. Die Pfade wurden durch eine besondere Beschilderung extra für die sportlichen Fahrer ausgewiesen.

Wildsau- und Fuchs-Trail

Der Wildsau-Trail beginnt und endet am Parkplatz vor dem Restaurant Taufsteinhütte unterhalb des Hoherodskopfs. Hier befindet sich auch eine Infotafel mit einer Übersichtskarte der Trails sowie Geboten für naturverträgliches Mountainbike fahren. Der Trail ist 13 Kilometer lang und weist einen Höhenunterschied von 320 Metern auf. Die Strecke führt in Richtung Poppenstruth (eine Kreuzung im Wald), zweigt nach links ab und verläuft dann stark abfallend hinunter nach Rudingshain. Von da aus geht es auf dem Wildsau-Trail über einen langen Anstieg zum Gackerstein und zum Ausgangspunkt zurück.

Der 7,8 Kilometer lange Fuchs-Trail startet am Informations-Zentrum <-KLICK auf dem Hoherodskopf. Er schlängelt sich neben der Sommerrodelbahn abwärts, weiter über Wege und Loipen, am VHS-Denkmal im Wald auf der Herchenhainer Höhe vorbei und über die Liftschneise zum Endpunkt nach Herchenhain. Von hier ist die Rückfahrt zum Hoherodskopf möglich über verschiedene bekannte Strecken auf befestigten Wegen. Diese gehören mit einer Gesamtlänge von 160 Kilometern zur „Vogelsberg-Arena“. Während der Wildsau-Trail mit einem Schwierigkeitsgrad von mittel bis schwer eingestuft ist, wird der Fuchs-Trail mit leicht bis mittel bewertet. Bei der Auswahl der Strecken wurde von HESSEN-Forst, dem Forstamt in Schotten, das wie die Stadt ebenfalls mit im Boot ist, darauf geachtet, dass sensible Naturschutzflächen weiträumig umfahren werden.

Quelle: Brigitta Möllermann


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