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Vulkan & Tourismus

Augenblicke eines sommerwarmen Herbstbeginns

Vogelparty im Sonnenschein (c) Brigitta Möllermann

Vogelparty im Sonnenschein (c) Brigitta Möllermann

Die Krähen scheinen sich in der Sonne zu einer Talkrunde auf einer Stromleitung, die über diesen Hügel führt, versammelt zu haben. Solange sie nicht mit zwei Drähten gleichzeitig in Berührung kommen, sind die geselligen Vögel dort sicher und können von oben gut nach Futter Ausschau halten - am liebsten nach biologisch Angebautem und mit Hofdünger Angereichertem.

Nur wenige Wolken über Crainfeld (c) Brigitta Möllermann

Nur wenige Wolken über Crainfeld (c) Brigitta Möllermann

Vor dem dunkel bewaldeten Oberwald, liegt in einer Senke der Grebenhainer Ortsteil Crainfeld mit seinem markanten Kirchturm im Look eines riesigen Bleistiftes. Der geschichtsträchtige Ort feierte 2014 das tausendjährige Bestehen seines Gotteshauses. Aus Freude darüber hatte man sich in der Gemeinde vorgenommen, 1.000 Fotos dazu im Internet zu veröffentlichen: HIER <-KLICK.

Karsten Eigner schrieb dazu die Geschichte in seiner "Chonik eines Vogelsbergdorfes" auf. Wer sich für unsere Historie interessiert, kann sich von vielen Infomationen begeistern lassen: HIER <-KLICK.

Am Samstag wird üblicherweise die Straße gekehrt (c) Brigitta Möllermann

Am Samstag wird üblicherweise die Straße gekehrt (c) Brigitta Möllermann

Wie früher ist der Samstag im Vogelsberg ein Tag, an dem traditionell in Haus und Hof gearbeitet wird. Viele Gemeinden im Vogelsberg haben zudem ihre Verpflichtung zur Straßenreinigung - § 10 Hessisches Straßengesetz (HStrG) - per Gemeindeordnung ihren Bürgern auferlegt. Diese sieht man dann am Tag vor einem Sonn- oder Feiertag den Bürgersteig, sofern vorhanden, plus die Straße entlang des Grundstückes fegen - und zwar bis zur Straßenmitte - im Sommer bis 18 Uhr, im Winter bis 16 Uhr.

Wer nicht mitspielt, könnte sogar ein- bis zweitausend Euro Ordnungsstrafe berappen. Übrigens: "Der Straßenkehrricht ist sofort zu beseitigen. Er darf weder Nachbarn zugeführt, noch in Straßensinkkästen, sonstige Entwässerungsanlagen oder offene Abzuggräben geschüttet werden." (Zitat: Lautertal ;-)

Die Wegesbreite reicht kaum aus (c) Brigitta Möllermann

Die Wegesbreite reicht kaum aus (c) Brigitta Möllermann

Samstag wie auch der Sonntag sind oft noch bis in den Herbst hinein ebenfalls Arbeitstage für Landwirte. Vor allem, wenn das Wetter schön ist. Zurzeit wird noch Heu gemacht, auch manche Felder müssen noch bestellt werden. Viele dazu verwendete Landmaschinen weisen heutzutage eine beachtliche Breite und Höhe auf. Zudem: Langsam muss mit modernen Schleppern niemand mehr fahren... Erst recht wohl nicht, wenn sich gerade in Schlechtenwegen Zugmaschinen zum Kräftemessen beim Traktorpulling treffen. Dann macht das kollegiale "Heizen" mit dem Feldmonster richtig Spaß, wie man sieht.

Reiher und die Windkraft (c) Brigitta Möllermann

Reiher und die Windkraft (c) Brigitta Möllermann

Zwischen den Energie bringenden neuen, teilweise 200 m hohen Windrädern schwirren Reiher umher. Ihr Ziel ist der naturgeschützte Ober-Mooser Teich. Durch die Medien bekannt geworden war der Windpark in Freiensteinau bei seiner Einweihungim letzten Jahr. Vor allem, weil der Betreiber angeblich mehr Wald rodete, als erlaubt war. Zwei Prominente, der amtierende Energieminister Tarek Al-Wazir von den Grünen und der Gießener Regierungspräsident Lars Witteck von der CDU sollen aus diesem Grund der Einladung nicht gefolgt sein. So what.

Greifvogel auf Feldmausjagd (c) Brigitta Möllermann

Greifvogel auf Feldmausjagd (c) Brigitta Möllermann

Auf Beuteflug kreisen Greifvögel im blauen Himmel. Ihr Bestand hat sich merkbar erhöht, seit sie ganzjährig Schutz und Schonzeit genießen. Dieser Rotmilan, ein typischer Bewohner von Mittelgebirgen, ist sogar lt. §7 Abs. 2 Nr.13-14 BNatSchG streng geschützt. Er wird bis zu 60 cm groß und segelt in weiten Kurven, bis er - meistens ohne zu landen - vom Boden seine Nahrung aufnimmt. Dazu gehören u. a. Regenwürmer, Kleinsäuger (Feldmäuse und -hamster), Aas, Abfälle und alte Fische.

Rotmilane sind teilweise pro Tag 15 km sowohl im Wald als auch über Feldern zwecks Futtersuche unterwegs. Wenn es nicht zu kalt wird, bleiben manche von ihnen den Winter über hier. Ansonsten ziehen sie in wärmere Gefilde im Süden Europas. Ihre Schlafplätze befinden sich auf Hochspannungsmasten oder hohen Bäumen.

Romantischer Grillplatz im Steinbruch (c) Brigitta Möllermann

Romantischer Grillplatz im Steinbruch (c) Brigitta Möllermann

Still ruhen die Felsen: Im eindrucksvollen Halbrund eines ehemaligen Basalt-Steinbruchs in Freiensteinau-Salz wird ab und zu im Sommer open-air ein Rock-Festival abgehalten. Da liest man dann etwas von "Kneipenterroristen" und "Wilde Jungs". Doch draußen hinter dem Friedhof, einen halben Kilometer vom Dorf entfernt, stört das niemanden.

Wer auch etwas vogelsberg-stylisch zu feiern hat: Die dort idyllisch gelegene Grillhütte kann man für 50 Euro über Jochen Muth mieten: Telefon 06666-919555. Sie ist vom Dorf aus per Sträßchen erreichbar, hat knapp 100 Sitzplätze, Kühlschrank, Warmwasser mit Spüle und sogar Toiletten. Ob sie über eine Heizmöglichkeit verfügt, müssen Sie selbst erfragen. Mehr dazu: HIER <-KLICK.

Quelle: Brigitta Möllermann

Hinfinden nach Salz bzw. Crainfeld: HIER <-KLICK

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Crainfeld ist eines der geschichtsträchtigsten Dörfer im Vogelsberg.
2017 Vogelsberg