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Land & Leute

Erfolgreiche Zusammenarbeit des Landkreises und der Dekanate Alsfeld und Vogelsberg

Übergabe: v.l. Landrat Manfred Görig, Präses Sylvia Bräuning und Koordinatorin Traudi Schlitt (c) Evangelisches Dekanat

Übergabe: v.l. Landrat Manfred Görig, Präses Sylvia Bräuning und Koordinatorin Traudi Schlitt (c) Evangelisches Dekanat

Nach fast einem Dreivierteljahr Vorlaufzeit ging am im Juli 2016 der Pool von ehrenamtlichen Sprachmittlern an den Start: 46 Sprachmittler bieten jetzt 32 Sprachen an, mit denen sie insbesondere geflüchteten Menschen in verschiedenen Lebenslagen zur Seite stehen können. Aufgebaut wurde dieser Pool von Michaela Stefan, Koordinatorin des WIR-Projektes im Landratsamt. Im Rahmen eines Landesprogramms wurde das Projekt zur Etablierung einer Willkommenskultur gefördert.

Begonnen hatte sie im Oktober 2015 mit der Akquise von Sprachmittlern, die sie vorrangig durch Flyeraushang betrieb. Während sich der Pool füllte, führte man erste Gespräche mit dem Evangelischen Dekanat Alsfeld, das seit vielen Jahren eine große Rolle in der Flüchtlingsarbeit in der Region spielt. Nachdem eine zur Koordination erforderliche Stelle im Mai mit Traudi Schlitt besetzt werden konnte, gingen die Übergabeverhandlungen zügig voran.

Zur praktischen Anwendung übergab der Landkreis im letzten Monat die Daten an die beiden Evangelischen Dekanate, die eigens eine Viertelstelle im Bereich Freiwilligenmanagement dafür bereitstellen. Möglich wurde dies wiederum mit Hilfe der Deutschen Fernsehlotterie, die auf drei Jahre lang eine Projektstelle zu 80% finanziert.

Erfreut über die fruchtbare Kooperation zwischen Landkreis und Dekanat zeigten sich in ihrer Begrüßung Dekan Dr. Jürgen Sauer und Landrat Manfred Görig - gleichzeituíg etwas erstaunt über das große Potenzial, über das man im Vogelsbergkreis verfüge. „Sprachliche Vermittlung ist von großer Bedeutung und macht die Koordination flüssiger“, betonte der Landrat, der zum Einstieg eine Zuwendung von 3.500 Euro überreichte.

Der Bedarf an Sprachmittlern ist groß

Traudi Schlitt hat schon zahlreiche Anfragen auf dem Tisch von Schulen, Arztpraxen, Beratungsstellen und Helferkreisen. Die Freiwilligen können sich nun im Rahmen eines Freiwilligenvertrages versicherungsrechtlich absichern, erläuterte sie. Geregelt wird auch das Recht der Freiwilligen auf eine Aufwandsentschädigung sowie auf Fortbildung. Die Freiwilligenagentur bietet den Sprachmittlern Austauschtreffen und bei Bedarf auch Supervision an.

Wer Interesse an der Mitarbeit in dem Pool hat oder Bedarf an Sprachmittlung hat, kann sich an sie wenden. Sie ist im Evangelischen Dekanat in Alsfeld unter der Telefonnummer 06631 91149-23 oder per Mail unter schlitt@alsfeld-evangelisch zu erreichen.

Quelle: Evangelisches Dekanat Alsfeld

2017 Vogelsberg