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Jugend & Partizipation

Jugendparlament soll die Kreispolitik bereichern

Jugenddezernent und Landrat bei der Sitzung des 11. KJP (c) Pressestelle VB-Kreis

Jugenddezernent und Landrat bei der Sitzung des 11. KJP (c) Pressestelle VB-Kreis

Landrat Görig lobt die gute Arbeit der jungen Leute

Mit einer Wahlbeteiligung von 86 Prozent wurden die 24 Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments (KJP)gewählt – jetzt hat sich das bereits 11. KJP des Vogelsbergkreises konstituiert. Landrat Manfred Görig dankte den Jungen und Mädchen des 10. Parlaments für ihre „gute und wirkungsvolle Arbeit“. Jugenddezernent Peter Zielinski begrüßte die 24 „Neuen“ und ermutigte sie, auch im 11. KJP in den kommenden zwei Jahren „weiter Einfluss auf die Kreispolitik“ zu nehmen. Für Partizipation und Regionalentwicklung sei das KJP ein Aushängeschild des Landkreises, der damit seine Modernität unter Beweis stelle.

Im Rechenschaftsbericht des 10. KJP berichtete Henning Schmehl über acht Seminare und ebenso viele Parlamentstagungen. Als Beispiele behandelter Themen nannte er die Unterstützung der jährlichen Gedenkfeier zur Pogromnacht im November, Spendenaktionen zugunsten des Hauses am Kirschberg und des Kinderschutzbundes, Aktionen gegen Rechtsextremismus, Unterstützung des „Fair-Trade-Tages“, die Teilnahme an den MORO-Kongressen und Arbeitsgruppen und die Aktion fürs Schülerticket.

KJP mit neuem Namen – Jetzt: Kreis-Jugendparlament

Einen Beschluss hat das neue KJP bereits gefasst: Es heißt jetzt nicht mehr Kinder- und Jugendparlament, sondern Kreis-Jugend-Parlament – es bleibt also bei der seit über 20 Jahren gut eingeführten Abkürzung „KJP“. Zwei Gründe wurden in den vielen Diskussionsbeiträgen genannt: „Wir sind hier keine Kinder, sondern Jugendliche – auch wenn wir natürlich die Interessen der Vogelsberger Kinder mit vertreten.“ Und: „Der Begriff Kreis zeigt besser die große Nähe zu unserem Vogelsbergkreis.“ Das neue Parlament wählte auch gleich seinen neuen Vorstand (Ergebnis: siehe Kasten) und beriet intensiv über mögliche Statusfragen für beratender Mitglieder.

Landrat Görig überreichte an alle Ausscheidenden eine Dankes-Urkunde des Landkreises und hob im Beisein von Kreistagsvorsitzendem Jürgen Ackermann und der Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller, Edwin Schneider und Heiko Stock sowie mehrerer Vertreter von Vogelsberger Schulen und interessierter Bürgerinnen und Bürger in  der Lauterbacher Sparkassen-Aula das Engagement des 10. KJP insbesondere in den Bereichen Demografie und Regionalentwicklung hervor.

Beim Demografie-Projekt MORO war die KJP-Vertreterin Anastassia Eckstein Sprecherin des Arbeitskreises Jugend/Fachkräfte/Bildung.  Diese herausragende Einbindung habe landesweit in der Fachwelt für große Aufmerksamkeit gesorgt. Auch für das neue Entwicklungskonzept der Region bis 2020 (LEADER) habe der Jugend-Workshop unter Beteiligung des KJP wertvolle Impulse beigetragen.

Der Landrat nannte als Beispiel der politischen Wirkung auch das Engagement für ein allgemeines Schülerticket des RMV, als Weiterentwicklung der gegenwärtigen Clever-Card. „Ihr habt das auf den Weg gebracht, und ich habe erst kürzlich hierzu mit dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium darüber gesprochen“, erläuterte der Landrat. „Das könnt Ihr Euch mit Stolz an die Fahne heften“, kommentierte Görig. Und: „Man muss manchmal anfangen, auch große Räder zu drehen, sonst bewegt sich nichts“, bewertete der Landrat den Clever-Card-Antrag des KJP.

Manfred Görig appellierte an die ausscheidenden Parlamentarier, „jetzt nicht aufzuhören, sich politisch zu engagieren.“ Er wisse um den Wunsch der jungen Leute, dass sie gerne im Vogelsberg bleiben wollen – wenn die Rahmenbedingungen bei Ausbildung und Arbeitsplätzen stimmen. Diese Voraussetzungen seien allerdings „viel besser, als es vielen bekannt ist“.

Jugenddezernent Zielinski ermutigt die Mitglieder des 11. KJP zu weiterer Einflussnahme auf die Kreispolitik

Erster Kreisbeigeordneter Peter Zielinski appellierte an die „Neuen“: „Bitte bereichern Sie die Kreispolitik!“ Er hob die gute Betreuung des KJP durch das Jugendamt hervor. Dies sei ein wesentlicher Grund dafür, dass das Projekt KJP stabil seit 1992 laufe. Angelina Schalamow und Ellen Pitzer leisteten eine hoch engagierte Arbeit zur Unterstützung des KJP.

Auch Jugenddezernent Zielinski lobte am Beispiel der Clever-Card den Einfluss des KJP. „Ihr habt im Kreistag den Vorschlag eingebracht – jetzt wird auf Landesebene darüber gesprochen. Das ist Klasse!“ Er überreichte allen „Neuen“ ein Politik-Lexikon als Begrüßungs-Geschenk des Kreises.

Diese 24 KJP-Abgeordneten vertreten die Kinder- und Jugendinteressen im Vogelsberg

Christian Gonder, Jan-Niklas Sieger, Anna-Lena Buhl (alle Alsfeld), Lukas Becker (Gemünden/Felda), Nele Malin Gerbig (Grebenau), Michael Kliem (Herbstein), Niklas Lipovsek, Thyra Marie Krehbühl (beide Homberg), Robert Schmidt (Kirtorf), Amalie Marie Göltenboth, Eduardo C. Schneider, Leonie Hergert (alle Lauterbach), Marvin Kimm (Lautertal), Tom-Luca Sütcü, Natalie Götz (Mücke), Christian Klein (Romrod), Thomas Schmidt, Kim Pietsch (beide Schlitz), Jann-Louis Hau, Noemi Tamme (beide Schotten), Henning Schmehl (Schwalmtal), Jaqueline Müller (Ulrichstein), Anina Wohnig (Wartenberg). In Antrifttal, Freiensteinau und Grebenhain hatten sich keine Kandidaten gefunden oder die Kandidaten hatten nicht die nötige Anzahl der Stimmen (Quorum) erhalten. Für Feldatal wird noch ein Nachfolgekandidat benannt.

Der Vorstand

Vorsitzender ist Jann-Louis Hau aus Schotten – er war bereits Vorsitzender des 10. KJP. Zweiter Vorsitzender ist Henning Schmehl (Schwalmtal), dritte Vorsitzende Anina Wohnig (Wartenberg), Protokollant ist Robert Schmidt (Kirtorf) und Pressesprecher ist Thomas Schmidt aus Schlitz.

Organisation und Geschichte

Im Kinder- und Jugendparlament des Vogelsbergkreises können sich Jugendliche ab der 7. Klasse bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gemeinsam engagieren und ihre eigenen Ideen, Themen und Belange einbringen. Die gewählten Abgeordneten (es sind für die 19 Städte und Gemeinden je ein bis drei – in der Summe maximal 27) treten dabei als Sprachohr  für alle Kinder und Jugendlichen ihres Wohnortes auf. Gearbeitet wird in Form von gemeinsamen Wochenendseminaren, die kreisweit in verschiedenen Einrichtungen stattfinden. Anschließend finden Plenumssitzungen mit Beschlussfassungen statt. Hierzu zählen auch Anträge, die dann weiter im Kreistag behandelt werden.

Seit mittlerweile 22 Jahren findet im Vogelsbergkreis diese Form der Jugendbeteiligung statt und ist somit auf Kreisebene das älteste Kinder- und Jugendparlament in der Bundesrepublik Deutschland. Wesentlich aufgrund der guten und kontinuierlichen Arbeit des Vogelsberger KJP hat die Einflussmöglichkeit von Jugendparlamenten auf die Kreispolitik 1999 zu einer Änderung der Hessischen Landkreisordnung geführt.

Quelle: Pressestelle www.vogelsbergkreis.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2017 Vogelsberg