background
logotype
image1 image2 image3 image4 image5 image6 image7 image8 image9 image10 image11 image12

Jugend & Partizipation

Junge Perspektiven: Kooperationsprojekt

Präsentation der Broschüre - (v. l.): Lautertals Bürgermeister Heiko Stock, die Studierenden Kristin Günther und Alisa Rinke mit Professorin Dr. Susanne Gerner, Jugenddezernent Dr. Jens Mischak, Silvia Lucas und Hannah Müller vom Sachgebiet Jugendarbeit/Jugendbildung im Jugendamt (c) Vogelsbergkreis

Präsentation der Broschüre - (v. l.): Lautertals Bürgermeister Heiko Stock, die Studierenden Kristin Günther und Alisa Rinke mit Professorin Dr. Susanne Gerner, Jugenddezernent Dr. Jens Mischak, Silvia Lucas und Hannah Müller vom Sachgebiet Jugendarbeit/Jugendbildung im Jugendamt (c) Vogelsbergkreis

Bevor das Ergebnis des gemeinsamen Projekts der Evangelischen Hochschule Darmstadt und dem Jugendamt zum Thema „Demografischer Wandel und Jugendarbeit im Vogelsbergkreis“ vorgestellt wurde, ging es zu den Containern in Hörgenau, die von 22 Jungen und drei Mädchen in rund 1.500 Arbeitsstunden von Grund auf saniert und zu einem modern-gemütlichen Jugendraum und Treffpunkt umfunktioniert wurden.

 

Lautertals Bürgermeister Heiko Stock und Jugenddezernent Dr. Jens Mischak beglückwünschten die Jugendlichen zu einem solchen Raum, „um den andere sie sicher beneiden werden“. Auch, dass sich unter den Beteiligten jetzt zwei mit Jugendleiter-Card (Juleica) befinden, freut den Bürgermeister.

Über zweieinhalb Jahre dauerte die Zusammenarbeit der Evangelischen Hochschule Darmstadt mit dem Jugendamt des Kreises. Herausgekommen ist dabei eine inhaltsschwere Broschüre mit dem Titel „Junge Perspektiven auf & für den Vogelsberg“. Studierende des Fachbereichs „Soziale Arbeit“ hatten sich dafür mit den Jugendlichen des Jugendraums Hörgenau und weiteren Interviewpartnern aus dem Kreisgebiet über ihre Lebenswelt unterhalten.

„Wir konnten während des Projektes sehen, wie sehr sich auch die Studierenden selbst für das Thema interessierten“, so Professorin Dr. Susanne Gerner, „Alle haben in dieser Zeit viele praktischen Erfahrungen gesammelt – alleine die Organisation der Fahrten von Treysa beispielsweise nach Schotten war so ein Beispiel.“

Die beiden Studierenden Kristin Günther und Alisa Rinke stammten beide selbst aus dem Vogelsbergkreis und haben die Gedanken ihrer jugendlichen Interviewpartner sehr gut nachvollziehen können. „Ganz klar, dass man hier auf dem Land ein Auto braucht, anders als in der Großstadt“, so die Studentinnen, „teilweise liegen Welten dazwischen, was fremd und was vertraut ist. Das Thema Konfirmation und dass Jugendliche danach mit dem Ausgehen anfangen, oder auch Bräuche wie Kirmes und Burschenschaften in diesem Zusammenhang kannten viele in weniger ländlichen Regionen nicht.“

Insgesamt überraschte jedoch die Tatsache, dass viele junge Menschen die Region eigentlich gar nicht unbedingt verlassen wollten. „Und wir hoffen, dass noch mehr Informationen bei Jugendlichen ankommen, zur Region und zu Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten – das wurde oft als Kritikpunkt angeführt, zum Beispiel war Schwalmstadt als möglicher Studienort völlig unbekannt“, nennt Kristin Günther Beispiele.

Es wurden Ideen dazu gesammelt, wie Schulen, Betriebe und Jugendliche zusammenkommen könnten. Jugenddezernent Dr. Jens Mischak sprach die Formate Speed-Dating oder Pecha-Kucha an. Eine weitere Idee sei eine besondere Art der Kaffeefahrt, bei der Schüler mit Bussen gleich mehrere Betriebe an einem Tag besichtigen und kennenlernen könnten.

„Wir sind der drittgrößte und gleichzeitig der am dünnsten besiedelte Landkreis in Hessen und haben eine gemeinsame Verantwortung dafür, dass wir hier eine gute Infrastruktur für Kinderbetreuung, Schulen und Jugendarbeit aufrecht erhalten“, betonte Mischak. Die Broschüre werde an die Jugendinitiativen verteilt, zusätzlich steht sie auf der Homepage der Kreisverwaltung unter http://jugend.vogelsbergkreis.de/ zur Verfügung.

Quelle: Pressestelle Vogelsbergkreis

 

2017 Vogelsberg