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Energie & Natur

Luchsbestand in Hessen erholt sich langsam

Ein Luchs im Wildpark (c) Schorle / WikimediaCommons

Ein Luchs im Wildpark (c) Schorle / WikimediaCommons

Umweltministerin Priska Hinz und Thomas Norgall vom Arbeitskreis Hessenluchs stellen aktuellen Luchsbericht vor

„Der Luchsbestand in Hessen erholt sich: Nach einem schwierigen Jahr 2016 fehlt zwar ein Beleg für die erfolgreiche Jungenaufzucht. Trotzdem dürfen wir optimistisch sein, denn es wurden keine an Räude verendeten Luchse mehr gefunden und die beobachteten Tiere sahen alle gesund aus“, sagte Umweltministerin Priska Hinz kürzlich in Wiesbaden. Dort stellte sie gemeinsam mit Thomas Norgall, Naturschutzreferent des hessischen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und einem Koordinator des Arbeitskreises Hessenluchs, den Luchsbericht 2016/2017 vor.

Vier nachgewiesene Luchse

Grundlage der Bestandsschätzung sind zum einen die zahlreichen plausiblen Meldungen zu Feststellungen des Luchses, die beim Arbeitskreises Hessenluchs aus ganz Hessen eingingen. Zum anderen führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Göttingen in Nordhessen umfangreiche Feldarbeiten durch.

Insgesamt konnten mindestens vier verschiedene Luchse – drei Männchen und ein Weibchen – in einem mehr als 650 Quadratkilometer großen Gebiet in Nordhessen nachgewiesen werden. Nachdem der Luchsbestand in diesem Gebiet durch die Räude zeitweilig auf ein bis zwei Tiere abgesunken war, ist dies erfreuliche Entwicklung. Die Zuwanderung mindestens eines Luchses erfolgte aus dem Harz.

Ein Jahr ohne Luchs-Nachwuchs

Sichere Luchs-Feststellungen konzentrierten sich im vergangenen „Luchs-Jahr“ auf die nordhessischen Landkreise Werra-Meißner, Kassel, Schwalm-Eder und im Winter und Frühjahr deutlich vermehrt auch auf den Landkreis Hersfeld-Rotenburg. In Hersfeld-Rotenburg weckten zwei Luchse, die während der Paarungszeit im Frühjahr 2017 gemeinsam beobachtet werden konnten, die Hoffnung auf Nachwuchs. Der erhoffte Fortpflanzungsnachweis gelang aber bis heute nicht.

Gut zu wissen

Der Luchsbericht wird vom Arbeitskreis Hessenluchs seit 2007 jährlich im Auftrag der Obersten Naturschutzbehörde im Hessischen Umweltministerium und des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie erstellt. Das Berichtsjahr dauert jeweils vom 01.05. bis zum 30.04. des Folgejahres. Die Berichte sind die Grundlage für die Berichte zum Erhaltungszustand des Luchses, zu denen Hessen nach dem europäischen Naturschutzrecht, konkret der FFH-Richtlinie, verpflichtet ist.

Der Arbeitskreis Hessenluchs veröffentlicht die Berichte auf seiner Homepage, damit sie für die Wissenschaft und die Öffentlichkeit leicht zugänglich sind: HIER <-KLICK.

Quelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Der Luchs im Vogelsbergkreis

Bei uns im Vogelsberg ist - im Gegensatz zu den Nachbarn im Odenwald <-KLICK - bisher zwar noch kein Wolf gesichtet worden, aber ein wunderschöner, scheinbar noch junger Luchs beim Herumstreifen gefilmt worden.

Selbst nachschauen: HIER <-KLICK.


Ob der Luchs im Vogelsberg wieder zu Hause ist, sollte bereits im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung von 2013 bis 2015 beantwortet werden, als die heimlich lebenden Tiere mit Hilfe von Fotofallen zweifelsfrei nachgewiesen werden sollten. Die Geländeerfassungen liefen in den Forstämtern Schotten, Romrod und Burghaun mit insgesamt fast 50 Fotofallen, die in ausgewählten Waldbereichen an Bäumen befestigt worden waren.

Zuvor war es bereits durch die Zusammenarbeit vom Arbeitskreis Hessenluchs und Hessen-Forst gelungen, in verschiedenen Teilen von Hessen die scheuen Pinselohren durch automatische Kameras im Wald zu erfassen. Auch im Vogelsberg hatten Wanderer und Jäger von „Katzen mit Pinselohren - fast in der Größe eines Schäferhundes“ berichtet, die ihnen auf Waldwegen oder beim Ansitz begegnet waren. Zudem hatten Försterinnen und Förster von Hessen-Forst die seltenen Luchse im Vogelsberg immer wieder zu Gesicht bekommen.

Mehr Info - Flyer: HIER <-KLICK 

2974- 2015

2017 Vogelsberg