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Energie & Natur

Wilder Rüpel aus dem Wald

Aufgeschrecktes Wildschwein in der Naehe der Taufsteinhuette (c) Brigitta Moellermann

Aufgeschrecktes Wildschwein in der Naehe der Taufsteinhuette (c) Brigitta Moellermann

Normalerweise veröffentlichen wir keine Polizeimeldungen. Doch heute machen wir eine Ausnahme, weil wir uns seit langem fragen: Was passiert, wenn wir im Outback des Vogelsberges auf eins dieser Borstentiere treffen, die bis auf Jäger und Autos keine Feinde kennen. (Wenigstens nicht, so lange bei uns noch keine Wölfe leben.)

Wildschwein greift Fußgänger an

[Grebenhain] Am Dienstag, den 5. Dezember 2017, griff ein Wildschwein auf dem Vulkanradweg zwischen den Ortschaften Grebenhain und Ilbeshausen einen 75-jährigen Fußgänger an und verletzte den Mann am Bein. Ein Zeuge hatte zum Glück den Vorfall gesehen. Er kam dem in Not geratenen Grebenhainer zu Hilfe und alarmierte sofort den Rettungsdienst. Mit dem Rettungswagen wurde der Verletzte in ein Krankenhaus eingeliefert. Einem herbeigerufenen Jagdpächter gelang es, das wildgewordene Tier zu erlegen.

Quelle Text: Polizeipräsidium Osthessen am 05.12.2017


Schade, dass der Polizeibericht nichts zur Uhrzeit verlauten laesst und ob der 75-jährige Fußgänger vielleicht mit einem Sack voller Suessigkeiten unterwegs war... Immerhin war der 5. Dezember der Nikolausabend :-)

Gut zu wissen

Ein ausgewachsenes Wildschwein ist etwa 1,5 m lang und wiegt rund 150 kg. Es kann 10 km / h schnell traben und notfalls auch zwei Meter weit springen, sehr gut schwimmen und hat so ein starkes Gebiss, dass es sogar Kokosnusse knacken kann.

Verhalten gegenüber Menschen

Als Folge der intensiven Verfolgung durch den Menschen sind sie heute meist scheu und nachtaktiv. Männchen in der Paarungszeit und Weibchen mit Frischlingen können jedoch gelegentlich gegenüber Menschen aggressiv werden, insbesondere wenn diese mit Hunden unterwegs sind. In bekannten Vorkommensgebieten von Wildschweinen sollten daher keine Hunde mitgeführt werden.

In Großstädten können Wildschweine ihre Scheu vor Menschen weitgehend ablegen, insbesondere wenn sie gefüttert werden. Erfahrungen in Berlin zeigen, dass die Bejagung im urbanen Raum von Teilen der Bevölkerung einerseits häufig aus Sympathie für die Tiere und aus Tierschutzgründen abgelehnt wird, andererseits wegen der verursachten Schäden in Gärten und Grünanlagen massiv gefordert wird. Hier steht daher neben der Bejagung vor allem die Beratung der Bürger zum angemessenen Umgang mit Wildschweinen im Wohnumfeld im Vordergrund.

Handaufzuchten werden sehr zahm und können nicht mehr ausgewildert werden. Eine artgerechte Haltung stellt hohe Ansprüche an den Platzbedarf des Tieres und geschlechtsreife Tiere, insbesondere Keiler, können in ihrem Verhalten dem Menschen gegenüber gefährlich werden. Wildschweine haben einen robusten Umgang miteinander und können selbst ohne aggressive Absichten Menschen unabsichtlich schwer verletzen. Von der Haltung von Wildschweinen als Haustiere wird daher grundsätzlich abgeraten. (Quelle Wikipedia)

 

2017 Vogelsberg