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Energie & Natur

Besichtigung der Heizzentrale des Nahwärmenetzes in Schotten

Bei der Besichtigung - auch eine Gruppe aus Laubach war gekommen (c) EES

Bei der Besichtigung - auch eine Gruppe aus Laubach war gekommen (c) EES

Die neue Heizzentrale neben dem Bau des Vulkaneums weckte das Interesse von 25 Besuchern, die auf Einladung des Vereins Erneuerbare Energien für Schotten (EES) erschienen waren. Schottens Bauamtsleiterin Elke Högy und der Leiter des städtischen Bauhofes Markus Wöllner erläuterten das Konzept und berichteten von den ersten Erfahrungen mit der Anlage, die seit Oktober 2016 in Betrieb ist.

Zentral über das Nahwärmenetz angeschlossen sind das Vulkaneum, der Betrieb der Sozialen Dienste, der Bauhof, die Festhalle und die Stadtverwaltung, der Kindergarten, das Schwimmbad, ein Privathaus sowie der Jugendclub. Diese Abnehmer werden nach ihren verbrauchten Wärmemengen abrechnet. Weitere könnten mit versorgt werden, dafür reicht die Kapazität und das würde die Betriebskosten senken.

Im Sommer, wenn kaum Heizungsbedarf besteht, wird das Wasser des Freischwimmbades durch die Anlage erwärmt. Bis zu sechs Grad könnten es zusätzlich werden.

Unter ökologischen Gesichtspunkten ist die Holzhackschnitzelanlage einzigartig, meinte die Bauamtsleiterin. Ein Schüttraummeter Holz spart 90 Liter Heizöl. Bei jährlich ca. 2.500 sind das mehr als 2.000 Liter. Dadurch wird der Ausstoß von jährlich 500 Tonnen CO2 vermieden.

Der Rohstoff kommt aus der Region. In der Heizzentrale wird der zu Hackschnitzeln gehäckselte Heckenschnitt aus der Kommune ungetrocknet verbrannt, dessen Feuchtigkeit 40 bis 50 Prozent betragen kann. Über ein Heckenpflegekataster wurde berechnet, dass sein Vorrat für 40 Jahre reicht.

Der Bunker der Heizzentrale fasst 100 Schüttraummeter. Im Winter reicht dieser Brennvorrat für eine Woche, im Sommer für drei Wochen. Das gehäckselte Material wird durch einen Schubboden in Richtung Ofen bewegt und kegelförmig aufgeschichtet, damit sich oben kein Schnee oder Wasser absetzen kann. Mittels des Ofens werden zwei Wasserspeicher mit jeweils 10.000 Litern Fassungsvermögen auf 80 Grad Celsius erhitzt und dann das Wasser in das Nahwärmenetz eingespeist.

Seit Oktober 2016 läuft die vom Bauhof betriebene Anlage praktisch störungsfrei, berichtete Markus Wöllner. Allerdings werde sie ständig nachjustiert, um eine möglichst optimale Verbrennung zu erreichen.

Quelle: Verein Erneuerbare Energien für Schotten

2017 Vogelsberg