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Energie & Natur

Er kommt auf leisen Pfoten

Der Luchs: Vielleicht bald wieder im Vogelsberg heimisch (c) HESSEN-Forst / e l i s a b e t h, shutterstock.com

Der Luchs: Vielleicht bald wieder im Vogelsberg heimisch (c) HESSEN-Forst / e l i s a b e t h, shutterstock.com

Das Forstamt Schotten trifft Vorbereitungen zur Wiederkehr des Luchses

Seit einigen Jahren streift der Luchs wieder durch Hessens Wälder. Der Vogelsberg stellt einen optimalen Lebensraum dar: großräumig, unzerschnitten, ruhig. Doch noch ist das heimliche Pinselohr hier nicht zuhause. Gemeinsam mit Naturschützern, Jägern und Schafhaltern setzen sich die Forstleute dafür ein, ihn eines Tages im Vogelsberg willkommen zu heißen.

„Dem Luchs im Vogelsberg endlich wieder ein zu Hause zu bieten, ist schon lange ein Traum von uns“, wünscht sich Dr. Berndt Ott, Forstamtsleiter in Schotten. Um herauszufinden, ob die Großkatze hier bereits ihre Fährte zieht, fand ein von Hessen-Forst initiiertes Monitoring bereits in den Jahren 2011 bis 2013 statt. Bisher haben die Wildkameras zwar keinen Luchs „ertappt“, doch im Forstamt ist klar: Wenn der Luchs kommt, soll er sich im Vogelsberg wohlfühlen. „Es ist wichtig, dass sich die Bevölkerung auf die Anwesenheit dieser faszinierenden Tierart einstellen kann“ erklärt Ott, „Der Wille, den Luchs zu unterstützen, muss in der Region verankert sein. Nur wenn man aufklärt und um Verständnis wirbt, ist ein harmonisches Miteinander möglich“.

Gemeinsam für den Luchs

Um eine möglichst breite Akzeptanz für den Luchs zu erreichen, ist Teamwork gefragt. Dazu arbeitet Hessen Forst eng mit örtlichen Naturschützern vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Jägern und dem Schafhalterverein Vogelsberg zusammen.

Im Oktober 2016 erfolgte ein erster Meilenstein: die Gründung des Fördervereins Vogelsberg-Luchs . Unter dem Motto „Aufklärung, Resonanz, Toleranz“ wird die Bevölkerung künftig nicht nur rund um den Luchs informiert – sie kann auch aktiv mithelfen. Waldbesucher sollten Luchs-Beobachtungen per E-Mail oder telefonisch an die Luchsbeauftragten des Forstamtes Schotten melden. Auch alle Förster sind eingewiesen. Hilfreich sind genaue Ortsbeschreibungen und Fotos. Die Luchsexperten von Hessen-Forst geben die Meldungen an die AG Hessenluchs weiter.

Augen (auf) wie ein Luchs

Im Frühjahr verlassen die Jungtiere des Vorjahres ihre Mutter und machen sich auf die Suche nach einem eigenen Revier. Auf der Wanderung legen sie oft weite Strecken zurück, bis sich ein geeigneter, gut strukturierter Lebensraum gefunden hat. Wachsam sein beim nächsten Waldbesuch kann sich also lohnen. Haben Waldbesucher einen Luchs beobachtet, freuen sich der Förderverein und Hessen-Forst über Hinweise und, wenn möglich, ein Foto.

Meldungen von Luchs-Beobachtungen nehmen die Luchsbeauftragten des Forstamt Schotten entgegen:

Klaus Pfarrer, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: 06044/9616-28

Uwe Prihoda, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: 06044/9616-22

Quelle: HessenForst

2017 Vogelsberg