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Alexa, wie war das Wetter im Vogelsberg?

Die Vögel zwitschern es von den Bäumen... (c) Brigitta Möllermann

Die Vögel zwitschern es von den Bäumen... (c) Brigitta Möllermann

Bei Vobitz im Westen (Alsfeld) gibt es seit Anfang des Monats etwas frisch Programmiertes: Einen für den Vogelsberg aufgerüsteten Amazon-Sprachassistenten. Auf Wunsch liest "Alexa" in einer Zusatzfunktion nun den letzten Wochenrückblick von Oberhessen-live vor. Den kann man zwar auch online konsumieren. Aber bequemer ist es wohl, sich das Gestrige zu Gehör bringen zu lassen. Dabei kann man sogar Kartoffeln schälen.

Man schreibt stolz dazu: "Der OL-Wochenrückblick ist ein Nachrichtenskill". Aha, ein Skill. Was war das nochmal? Ach ja, ein zuschaltbarer Sprachbefehl...

Nun gut, davon gibt es zwar ungefähr 500 deutschsprachige und 100 davon kostenlos. Aber genau diesen brauchen wir jetzt unbedingt, damit wir wissen, was in der letzen Woche den Vogelsberg so (oder so) bewegt hat.

Übrigens: Heise-News kann man sich ebenfalls vorlesen lassen - oder dort für 2,49 Euro sogar nachlesen, wie man sich so einen Service (Skill) selbst bastelt: HIER <-KLICK.

Wie viel Strom Alexa braucht und wie neugierig die elektronische Assistentin mit ihren Mikrofonen in die Wohnung lauscht, wird nicht offen dargelegt und bleibt ein gut verschleiertes Geheimnis. Hauptsache man hat seinen weiblichen Zauberlehrling, der einem im Smart-Home die Jalousien herunterlässt.

Im von MediaMarkt herausgegebenen Ratgeber "Smart Wohnen" wird konkreter über die "kleinen Wanzen im Wohnzimmer" aufgeklärt: HIER <-KLICK

Viele Leute lässt es aber trotzdem kalt, dass auf solche Weise Daten über sie gesammelt werden. Möglicherweise wachen sie jedoch auf, wenn es einen Identitätsdiebstahl gegeben hat und jemand mit ihrer geklonten Stimme (ein einzigartiges biometrisches Merkmal - so wie ein Fingerabdruck) plötzlich ungefragt Ausgaben tätigt, die ihr (längst geknacktes) Konto leerräumen..?!

Übrigens ist Alexa überhaupt nicht attraktiv ohne Skills. Ein bisschen Mühe muss man sich für seinen Zauberlehrling schon geben. Mehr dazu: HIER <-KLICK


Pressemeldung vom 21.03.2018:

Sprachassistenten und smarte Lautsprecher: Viel Komfort, wenig Datenschutz

Auf Zuruf Nachrichten und Wetterberichte vorlesen, Musik und Internetradio spielen, smarte Lampen ein- und ausschalten: Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant machen vieles bequemer. Doch in einer Untersuchung der Stiftung Warentest zeigen alle geprüften Anbieter erhebliche Mängel beim Datenschutz.

Die Tester haben Assistenzsysteme von Amazon, Apple, Google, Microsoft und Sony geprüft – auf smarten Lautsprechern, Tablets und Smartphones. Klanglich überzeugen bei den Lautsprechern Echo und Echo Show von Amazon am meisten. Bei der Spracherkennung liegen Amazon und Google vorn. Siri von Apple hat hier noch Nachholbedarf. Kaum konkurrenzfähig wirkt Microsoft mit seinem Assistenten Cortana.

Beim Datenschutz zeigen alle fünf Anbieter Mängel

Zwar ergab eine Analyse des Datenstroms keine Hinweise, dass die Systeme dauerhaft heimlich mitlauschen. Doch wer Sprachassistenten regelmäßig nutzt, teilt deren Anbietern schon freiwillig sehr viel über sich mit. Was mit diesen Daten geschieht, ist für die Nutzer zu intransparent.

Die Datenschutzerklärungen enthalten bei allen fünf Anbietern sehr deutliche Mängel. Vieles darin ist unklar formuliert und mit deutschem Datenschutzrecht kaum vereinbar. Eine Befragung der Stiftung Warentest zum Umgang mit Nutzerdaten beantworteten Apple, Google und Sony überhaupt nicht, Microsoft und Amazon nur lückenhaft.

Der Test Sprachassistenten findet sich in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/sprachassistenten abrufbar.

Quelle Text: Stiftung Warentest


Unser Tipp: Man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen und diese 5 Seiten aus der Zeitschrift TEST 04/2016 lesen zum Thema "Internet der Dinge" - PDF 2,0 MB: HIER <-KLICK

2018 Vogelsberg