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Aktuelles im Vogelsberg

Beste Bedingungen beim ADAC Bergpreis

Am Vorstart: Modellvielfalt beim ADAC Bergpreis Schottenring (c) Heiko Schäfer

Am Vorstart: Modellvielfalt beim ADAC Bergpreis Schottenring (c) Heiko Schäfer

106 Starter, 2.500 Zuschauer: Zweiter Sieg und neuer Streckenrekord für Österreicher Herbert Pregartner im Porsche am Schottenring, Pech für Stefan Bodin

Das Wetter ist bei Openair-Veranstaltungen immer ein zentrales Thema, auch beim alljährlichen ADAC Bergpreis Schottenring. Ohne Übertreibung stimmte beim „kleinen Jubiläum“ zur 15. Auflage als Auftakt zum DMSB-Berg-Cup, dem KW-Bergcup und dem NSU- Bergpokal vor rund 2 500 Zuschauern alles. Der veranstaltende MSC Rund um Schotten konnte sich bei besten Wetterbedingungen sowohl über ein qualitativ hochwertiges, als auch volles Starterfeld und gute Stimmung freuen.

Auch das Verhältnis zur Bevölkerung des Schottener Stadtteils Rudingshain bezeichnete die im westfälischen Solingen wohnende Rennleiterin Sabine Fischer als hervorragend. Eine optimale Bühne also für die Favoriten auf den Sieg der Rennwertung, die beiden Österreicher Herbert Pregartner (Sieger 2016) Herbert Stolz (Sieger 2013 und 2017) jeweils im Porsche, dem Odenwälder Holger Hovemann im Opel Kadett und dem nach seinem Debüt letztes Jahr Vorjahreszweiten noch sieglosen Norbert Handa aus der Nähe von Würzburg im Lancia Delta Intergrale.

Nachdem Hovemann seinen rund 700 PS starken Hecktriebler am Samstagabend nach den Trainingsläufen wegen Motorschaden abstellen musste, wurde in den vier Wertungsläufen am Sonntag aus dem Vierkampf ein Dreikampf um die Krone.

Pregartner legte im 911 GT2 R beim Auftakt mit 1:16,691 min. auf der bekannten 3033 Meter langen Strecke von Rudingshain über die Serpentinen Richtung Götzen deutlich vor und distanzierte sowohl Handa als auch Stolz im Allrad-935 DP 2 um fast vier Sekunden.

Im zweiten Lauf konterte Handa minimal, konnte Pregartner letztlich aber nicht wirklich Paroli bieten. Der Österreicher legte mit seinem rund 900 PS-Boliden in den letzten beiden Durchgängen nach, stellte beim Finale mit 1:16,113 min. einen neuen Streckenrekord auf und holte sich mit 5:07 Minuten Fahrzeit seinen zweiten Sieg nach 2016.

Handa wurde mit 5:13 erneut Zweiter und muss seine Siegambitionen in Schotten auf 2019 verschieben. Mit 5:22 komplettierte Stolz mit Rang drei unter 77 Fahrern, 69 in Wertung, das Siegerpodest. Darauf hatten heimische Fahrer keine Chance.

Die besten Aussichten auf vordere Plätze hatte der Ober Mörlener Stefan Bodin, der einen Porsche 944 GTR steuerte. Doch seine Fahrt endete im Training am Samstagnachmittag in der sogenannten Bachkurve, der ersten Serpentine oberhalb von Rudingshain in der Leitplanke. „Ich war nach der Kurve einen Tick zu früh auf dem Gas, der Turbo einsetzte ein und der Einschlag auf der Beifahrerseite kam“, meinte Bodin, der unverletzt blieb.

Deutlich mehr Glück hatte der Schottener Maurice Moufang, der mit seinem BMW M3 als bester heimischer Fahrer 17. im Gesamt (+55:836 sec.) und Zweiter in seiner Klasse wurde und „eine runde Sache“ bilanzierte.

Platz 47 (+1:28 min.) belegte Friedhelm Gürtzgen aus Ehringshausen im BMWCompact 318i.

In der GLP (Gleichmäßigkeitsprüfung)-Wertung waren auf identischer Strecke 40 Fahrer am Start, 37 davon in Wertung. Nach der individuell gesetzten Sollzeit im letzten Trainingslauf am Samstag führte jede Abweichung in den vier Wertungsläufen am Sonntag zu Strafzeit.

Das beste Händchen hatte Michael Schmidt aus Detmold im BMW 318i, der sich nach seiner Referenzzeit von 2:00,141 min. mit 0, 763 sec. Abweichung den Sieg holte.

Mit 0, 864 sec. Abweichung wurde Christian Ratei aus Schlitz im VW Golf bester heimischer Fahrer auf Gesamtrang drei. Unter die Top-Ten schafften es Hans-Jürgen Schnabel aus Ulrichstein im Opel Irmscher Manta A (+2,313 sec.) mit Platz acht und Ex-Rallyeass Edgar Lampas aus Nidda im Toyota Celica (+3,176 sec.) mit Rang zehn.

Dem Klassensieg nahe war Jürgen Fechter aus Gründau vom MSC Rhön, als sich an seinem VW Scirocco 16 V am Sonntagmittag nach der Querspange der Poppenstruth der Kerzenstecker löste und der Scirocco nur auf drei Zylindern lief. Fechter konnte das Malheur zwar beheben, doch der Klassensieg war weg und es reichte Gesamtrang elf (+2,471 sec.).

Bis zum dritten August-Wochenende ruhen in Schotten nun die Sportmotoren. Dann heißt es Start frei zum 30. ADAC Schottenring Grand- Prix.

Die weiteren Ergebnisse:

  • Platz 15 Adrian Mirthes, Grünberg, Opel Ascona B, + 3,182 sec.
  • Platz 28 Michele Carotenuto, Buseck, Opel Kadett C Coupe, + 5,761 sec.
  • Platz 26 Cornelius Winter, Herbstein, VW Golf 2, + 6,955 sec.
  • Platz 30 Daniel Habicht, Wartenberg, BMW 325is, + 8,866 sec.
  • Platz 34 Louisa Kröll, Büdingen, + 11,874 sec.

Quelle: Heiko Schäfer

2018 Vogelsberg