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Aktuelles im Vogelsberg

Besuch aus der Landeshauptstadt: Der Vogelsberg ist bereit für morgen

Staatssekretär Dr. Manuel Lösel nahm in der Vogelsbergschule Lauterbach gemeinsam mit Landrat Görig und Kurt Wiegel technische Neuerungen in Augenschein © Staatskanzlei

Staatssekretär Dr. Manuel Lösel nahm in der Vogelsbergschule Lauterbach gemeinsam mit Landrat Görig und Kurt Wiegel technische Neuerungen in Augenschein © Staatskanzlei

Am Donnerstag, den 22. Februar 2018, überzeugte sich Staatssekretär Lösel vom Einsatz und der Verwendung von EU-Fördermitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)) an der Beruflichen Schule in Lauterbach. Der ländliche Raum steht zurzeit im Fokus von Besuchen der Kabinettsmitglieder für die Zukunftswochen „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“.

In den nächsten Wochen werden Minister und Staatssekretäre in ganz Hessen unterwegs sein und Einrichtungen, Projekte und Institutionen besuchen, die das Leben in kleinen Städten und Gemeinden weiter attraktiv und zukunftsfähig machen.
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Ausstattung der beiden Berufsschulen in Lauterbach und Alsfeld

Landrat Manfred Görig in dem Auto, das dank EU-Mittel angeschafft werden konnte (c) Vogelsbergkreis

Landrat Manfred Görig in dem Auto, das dank EU-Mittel angeschafft werden konnte (c) Vogelsbergkreis

"Gut 1,5 Millionen Euro wurden hier im Vogelsbergkreis in den beiden letzten Jahren angelegt", erklärte Landrat Manfred Görig beim Besuch des hessischen Kultusstaatssekretärs Dr. Manuel Lösel in der Vogelsbergschule nicht ohne Stolz und ergänzte: „Das war auch notwendig, denn man kann nur vorne mit dabei sein, wenn die Technik stimmt.“

Im Beisein von Schulleiter Holger Arnold unterstrich der Landrat noch einmal die Bedeutung der beruflichen Schulen. „Sie sind sehr wichtig, sie tragen enorm zur Stärkung des ländlichen Raums bei.“ Deshalb ist der Vogelsbergkreis als Schulträger froh um jede Berufsschulklasse, die erhalten werden kann. "Sollen Klassen zusammengelegt werden, so können sie nicht nur in Fulda oder Gießen angesiedelt werden", gab Manfred Görig zu bedenken. „Es geht auch umgekehrt! Der Weg kann auch in den Vogelsbergkreis führen.“

Berufsschulstandorte im ländlichen Raum sind ein wichtiger Baustein der Schullandschaft und der hessischen Bildungspolitik, betonte auch Staatssekretär aus dem Kultusministerium. Im Rahmen der Zukunftswoche der Landesregierung „Land hat Zukunft“ informierte sich Manuel Lösel über innovativen Lehr- und Lernkonzepte des Berufsschulstandorts.

Während seines Rundgangs begutachtete er einen sogenannten Hochvolt-Trainings-Lehrstand und ein Trainingshybridfahrzeug. Beide Berufsschularbeitsplätze im Bereich der System- und Hochvolttechnik wurden durch eine Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) modernisiert. Das Ziel dabei es ist, strukturschwache Regionen zu stärken, um den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union zu festigen.

In diesem Zusammenhang wies Landrat Görig auf den enormen Verwaltungsaufwand beim Beantragen von EFRE-Mitteln hin. „Es ist gut, dass es diese Mittel gibt“, betonte er, „aber um 10.000 Euro zu bekommen, habe ich auf der anderen Seite auch einen Verwaltungsaufwand von 10.000 Euro.“

Dieses Problem kennt der Staatssekretär auch aus anderen Bereichen beziehungsweise bei anderen Programmen. „Das ist in Brüssel schon zur Sprache gebracht worden“, sagte er. Es gebe Förderprogramme, von denen kleine Schulen gar nicht profitieren könnten, weil für sie die Beantragung nicht zu leisten sei.

Zum Abschluss sagte Lösel: „Die Vogelsbergschule ist dank ihrer speziellen Schwerpunktlegungen technisch sehr gut aufgestellt und gibt ihren Schülerinnen und Schülern in den angesiedelten technischen Berufsfeldern die wertvolle Möglichkeit, am Puls der Zeit unterrichtet werden zu können.“

Durch die Förderung des Europäischen Regionalfonds konnten außerdem Ausstattungsgegenstände im IT-Bereich oder auf dem Feld des virtuellen Lernens angeschafft werden. Schulleiter Holger Arnold ließ dazu wissen: „Gerade im ländlichen Raum stehen wir als berufliche Schulen vor der Herausforderung, die sich durch die Digitalisierung in vielen Berufen schnell wandelnden Arbeitsinhalte in den Unterrichtsalltag zu integrieren. Deshalb ist eine Förderung durch den Europäischen Regionalfonds für uns sehr wichtig.“

Der Europäische Regionalfonds (EFRE) wird in Hessen vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Energie und Landesentwicklung (HMWEVL) verwaltet. Ergänzend dazu hat das Hessische Kultusministerium zusätzlich Programme aufgelegt. In der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020 erhält Hessen für seine 32 Förderprogramme rund 226 Millionen Euro Fördermittel aus dem Regionalfonds. Hiervon stehen dem Kultusministerium rund 4 Millionen Euro zur Verfügung.

Quelle: Pressestelle Vogelsbergkreis

2018 Vogelsberg