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Aktuelles im Vogelsberg

Basaltwaden auf dem OXFAM Trailwalker 2017

Die Herausforderung gemeinsam meistern wollen Karsten Möller, Thorsten Kahabka, Christian Bolduan und Alexander Rivinius (v.l.n.r.) (c) Rivinius

Die Herausforderung gemeinsam meistern wollen Karsten Möller, Thorsten Kahabka, Christian Bolduan und Alexander Rivinius (v.l.n.r.) (c) Rivinius

Wenn am 26. und 27. August 2017 in Belgien mehr als 250 Teams an den Start gehen, um innerhalb von 30 Stunden 100 km zu wandern, ist auch ein Team aus dem Vogelsberg dabei. Die Basaltwaden - das sind vier Freunde aus Lauterbach und Frischborn - trainieren derzeit für ihre Teilnahme am 100 km Trailwalker, der durch die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam veranstaltet wird, um Spendengelder für die Armutsbekämpfung in Drittweltländern zu generieren.

Was motiviert Menschen, 100 km in einem vorgegebenen Zeitlimit von maximal 30 Stunden zu laufen

„Auf diese Frage gibt es verschiedene Antworten“, sagt Christian Bolduan. Der 48-jährige Lauterbacher ist stellvertretender Schulleiter am Alsfelder Gymnasium und hat die Initiative zur Teilnahme an dieser Veranstaltung ergriffen – aus Freude an der Herausforderung und der Idee, sich mit internationalen Teams zu treffen und auch zu messen. Er fungiert als Teamkapitän der Basaltwaden und hat drei sportbegeisterte Freunde mit seinem Vorschlag inspiriert.

„Der sportliche und kameradschaftliche Aspekt sind für mich die entscheidenden Punkte, denn mit Blick auf das Ziel und die lange Zeit, die man miteinander verbringt, wächst man auch als Gruppe zusammen“; ergänzt Thorsten Kahabka aus Frischborn. Der 48-jährige IT-Profi und Geschäftsführer nimmt in seiner Freizeit regelmäßig an Ausdauersportveranstaltungen teil – dann allerdings mit einer anderen Geschwindigkeit. „Bei dieser Strecke und einem Wandertempo von rund 6 km/h nimmt man die Umgebung nochmal ganz anders wahr.“

Dieses Naturerleben war auch für Karsten Möller aus Frischborn Motivation. „Es ist schon spannend, seine körperlichen Grenzen auszuloten und gleichzeitig durch die Trainingsläufe bei Tag und Nacht zu unterschiedlichen Jahreszeiten die Natur immer wieder neu zu erleben“, so Möller. Der 47-jährige Bauingenieur kommt ebenfalls aus dem Laufsport und ist Jugendtrainer in der Leichtathletik.

„Am Ende motiviert uns auch das Engagement für die gute Sache, da wir zur Teilnahme am Lauf eine vorgegebene Spendensumme aufbringen müssen, die den Ärmsten zu Gute kommt“, so Alexander Rivinius. Der 47-jährige Bankfachwirt aus Lauterbach ist ebenfalls marathonerfahren und leidenschaftlicher Tennisspieler.

Jede Mannschaft bei Oxfam Trailwalker wird von einem eigenen Supporter-Team begleitet. Die Supporter haben die wichtige Aufgabe, die Wanderer an den insgesamt sieben Kontrollpunkten mit allem Notwendigen zu versorgen. Susanne Bolduan und Judith Kahabka übernehmen diese Verantwortung. „Wir sind vor allem auf die Nachtetappe gespannt. Das wird sowohl für uns als auch für alle Wanderer eine echte Herausforderung“, so die beiden.

Bei der Laufveranstaltung in der Landschaft des Hohen Venns in Belgien werden sich Ende August ca. 250-300 Teams dieser Herausforderung stellen

Die Viererteams aus verschiedenen Ländern, die an den Start gehen, müssen innerhalb der vorgegebenen Zeit von 30 Stunden ins Ziel kommen. Jedes Team muss zudem einen Mindestbetrag von EUR 1.500,- an Spendengeldern beisteuern. Da der Betrag nach oben hin offen ist, kamen auf diese Weise bei den letztjährigen Läufen jeweils über 500.000 Euro zusammen. In diesem Jahr werden mit den Spendengeldern Projekte zur Beseitigung von Wasserknappheit in den Ländern Laos, Burkina Faso und El Salvador unterstützt.

„Unser Team-Name Basaltwaden ist für uns Programm – wir stehen zu unserer Region und wissen, dass der Lauf eine harte Herausforderung darstellt“, so das Team. Seit November 2016 hat die Vierer-Gruppe mit dem Training für den 100er begonnen. „Kurze“ Einheiten von 20-25 km finden in der Regel am frühen Samstag oder Sonntag statt, um rechtzeitig zurück am Frühstückstisch zu sein. Bei den längeren Einheiten legen die Basaltwaden Wert auf besondere Herausforderungen. „Vor zwei Wochen haben wir eine 50 km-Nachtwanderung vom Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang absolviert, um auch die mentale Herausforderung zu trainieren, denn auch der Lauf in Belgien beinhaltet eine Nachtetappe“ so Bolduan.

Da Wandern in der Gruppe ganz besonders viel Spaß macht, werden sich die Basaltwaden am Sonntag, dem 2.7. dem VHC anschließen und an der Sternwanderung von Lauterbach auf die Herchenhainer Höhe teilnehmen. Während die meisten Wanderer am Ziel wohl per Vulkanexpress zurück nach Lauterbach fahren werden, wollen die Basaltwaden nach kurzer Rast den Rückweg – wie könnte es auch anders sein – ebenfalls zu Fuß meistern und so eine Trainingseinheit von knapp 60 km absolvieren. Wanderbegeisterte und Förderer sind herzlich eingeladen, die Truppe auf der ganzen oder auch halber Tour zu begleiten.

„Wir freuen uns über jede Unterstützung – sei es mental oder finanziell. Auch wenn wir unser „Antrittsgeld“ bereits beisammen haben, möchten wir die Summe mit Hilfe von Freunden und Unterstützern gerne noch deutlich steigern, um so die Wasserversorgung in den ärmsten Ländern der Welt zu verbessern. Zudem ist uns natürlich jeder Spender und jede Spende ein zusätzlicher Anreiz, am 27. August bis zum Ziel durchzuhalten“, so die Basaltwaden unisono.

Wer das Team, die gelaufenen Trainings und die Spendenentwicklung verfolgen möchte, kann dies jederzeit unter www.oxfamtrailwalker.be/de mit dem Suchbegriff „Basaltwaden“ nachvollziehen. Spenden sind ebenfalls über die Website oder auch persönlich bei jedem der Team-Mitglieder möglich.

Quelle: Alexander Rivinius

 

2017 Vogelsberg